Zukunft

Graz Museum Reinerhof

Zur 900-Jahrfeier der Stadt Graz, 2028, und des Stiftes Rein, 2029, sowie zur 100-Jahrfeier des Stadtmuseums, 2028, soll mit einem neuen »Graz Museum Reinerhof« im ältesten Gebäude an den topografisch und geistig entscheidenden Moment der Stadtwerdung von Graz erinnert werden. Dieser neue Museumsteil unmittelbar am Schloßberg wird primär vom Schloßbergplatz aus über ein kleines, angebautes Foyergebäude erschlossen. Im Haupthaus des Graz Museums wird u. a. mit einem großen analog-digitalen Stadtmodell die Besonderheit des Städtischen am konkreten Beispiel von Graz begreifbar gemacht. Der neu begrünte Museumshof / Stadtgarten, der den neuen, auch vom Schloßbergplatz erschlossenen Museumsteil im Osttrakt des Reinerhofs mit dem Haupthaus des Graz Museums verbindet, kann temporär überdacht werden.
Dadurch entsteht ein einladender, lebendiger Ort des Ankommens und Verweilens. Zusammen mit dem völlig neu geordneten Erdgeschoßbereich des Haupthauses entsteht ein neuer, belebender Teil der Stadt, in dem positive urbane Energien freigesetzt werden.

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Eine Stadt – ein Depot

Die Stadtmuseum Graz GmbH betreibt die im Eigentum der Stadt befindlichen Sammlungen des Graz Museums und die Bestände der Stadtarchäologie sowie seit 2014 das Kommunalarchiv der Stadt Graz. Die gesetzlich vorgegebenen musealen und archivischen Pflichten zum Erhalt des kulturellen Erbes erstrecken sich sowohl auf analoge als auch auf digitale Objekte.

Die Bereitstellung von geeigneten Depotflächen zählt allenthalben zu den kommunalen Pflichtaufgaben; der niederschwellige Zugang zu Sammlungen und Archivbeständen ist ein wesentliches Element der Demokratisierung unserer Gesellschaft. Sowohl das Graz Museum als auch das Stadtarchiv Graz sind in absehbarer Zeit am Ende ihrer Möglichkeiten, das Kulturerbe und die schriftliche Überlieferung der zweitgrößten Stadt Österreichs unbeschadet in die Zukunft zu bringen.

Unsere Vision ist es, im Stadtgebiet ein zentrales Depot für alle Einrichtungen der Stadtmuseum Graz GmbH und alle Objektkategorien aufzubauen. Es soll leicht zugänglich sein, ökologisch und zukunftsgerecht die Zeugnisse der Grazer Geschichte vor weiterem Verfall bewahren.

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Tennenmälzerei – Ein altes/neues Wahrzeichen für Reininghaus

Die Industrie war die Basis der Moderne in der Steiermark. Öffentliche Bibliotheken sind wesentliche Hilfsmittel der Lesekultur. Mit einem Industrie Museum Tennenmälzerei und der Stadtbibliothek Reininghaus als Hauptnutzungen wird die Tennenmälzerei zum kulturellen Kristallisationspunkt des jüngsten Stadtteils von Graz. Zusammen mit weiteren städtischen Einrichtungen und einer großzügigen und entspannten Gastronomiezone wird sich die heute verschlossen und abweisend wirkende Tennenmälzerei durch ihren neuen einladenden Charakter in einem Standardjahr für rund 220.000 Besucher*innen öffnen.
Ob Museumsbesucher*innen, Nutzer*innen der Stadtbibliothek oder der Gastronomie – jede*r wird von der scheinbar unendlichen Raumstruktur des jeweils drei Schiffe umfassenden Malzgewölbes oder vom historischen Dachstuhl angezogen werden. Mit dieser architektonischen Aufwertung eines einmaligen Denkmals der Grazer Industriekultur erhält Reininghaus sein überregional ausstrahlendes altes/neues „Wahrzeichen“.

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