Graz Museum Sackstraße | 2021-09-29—2022-04-24

Jochen Rindt, Mythos, Graz

Kindheit und Jugend in Graz

Jochen Rindt ist ein Mythos, auf der ganzen Welt und besonders in Graz. Die Ausstellung zeigt, wie diese Ausnahme-Persönlichkeit entstanden ist, und wirft einen Blick auf die Bedeutung, die der Stadt Graz dabei zukommt. Aufgewachsen bei seinen Großeltern am Ruckerlberggürtel, bewegte sich Jochen cool, modern und todesmutig durch die (Grazer) Nachkriegsprovinz. Hier fuhr er seine ersten Straßenrennen, von hier nahm er seinen beispiellosen Erfolgsweg in die Welt und hier fand er nach seinem Unfalltod vor 51 Jahren seine letzte Ruhestätte. Bis heute wird dem legendären Sohn der Stadt mit Stolz und Betroffenheit gedacht. Die Ausstellung folgt Jochen Rindts Kindheit und Jugend in Graz und rückt die Orte und Menschen in den Mittelpunkt, die darin eine Rolle spielen. Grazer Wegbegleiter*innen erinnern sich an ihre Zeit mit Jochen Rindt und Fans erzählen von der ungebrochenen Faszination des Jahrhundertrennfahrers.

Projektpartnerin der Ausstellung ist die Holding Graz.

Kurator*innen: Beat Gugger (Luzern), Annette Rainer, Martina Zerovnik
Ausstellungsgestaltung und -grafik: Benedikt Haid, Martin Embacher
Kuratorische Assistenz: Johanna Fiedler, Martin Hammer
Projektleitung: Franziska Schurig
Projektsteuerung: Sibylle Dienesch

 

Till the End of Time – von Thelma Herzl

Im Rahmen der Ausstellung Jochen Rindt, Mythos, Graz präsentiert das Graz Museum erstmals die Fotoserie „Till the End of Time“ der Künstlerin Thelma Herzl. Die Arbeiten entstanden 2010 anlässlich des 40. Todestags von Jochen Rindt. Die Künstlerin hatte damals dessen Grabstätte auf dem Grazer Zentralfriedhof neu gestaltet und mit einem rechteckigen Stahlblech versehen. Es sollte dem jährlich wiederkehrenden Lichtermeer aus Kerzen eine Fassung geben. Die Hunderten Kerzen verschmolzen zu einem enigmatischen Wachsbild, dem sich die Künstlerin fotografisch näherte. Thelma Herzls Fotografien transformieren die Rückstände des jährlichen Gedenkens an Jochen Rindt in ein Gleichnis von Vergänglichkeit, Erinnerung und ewigem Leben.

Thelma Herzl, geb. Ingvarsdottir, wuchs in Reykjavik (Island) auf und hatte seit den 1970er-Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Graz. Nach einer Modelkarriere, die sie freundschaftlich mit Jochen Rindts Ehefrau Nina verband, spezialisierte sie sich als Künstlerin auf Möbeldesign, Metallobjekte, Collagen, Malerei und Fotografie. Die Serie „Till the End of Time“ ist Ausdruck ihrer Spurensuche nach Schönheit und Sinn mittels Makrofotografie.

Die Serie besteht aus 12 gerahmten Fotografien im Format 100 x 70 cm. Die Arbeiten sind auch käuflich zu erwerben.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an grazmuseum@stadt.graz.at

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