Symbole des Christentums, des Judentums und des Islam überschneiden sich in einem Dialog auf blauem Hintergrund.
Graz Museum Sackstraße | Mi., 22.07.2026 | 18:30 Uhr

Wie reden über den Nahost-Konflikt?

Der Nahost-Konflikt bewegt viele Menschen – und gleichzeitig fällt es oft schwer, darüber offen, respektvoll und differenziert zu sprechen. In dieser Gesprächsveranstaltung sprechen Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann darüber, wie Dialog trotz unterschiedlicher Perspektiven gelingen kann und warum Zuhören gerade in polarisierten Zeiten so wichtig ist.

Eine Veranstaltung im Rahmen der universitären Initiative „Religiöse Diskurse in westlichen Demokratien – Initiative christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam“.

Diese universitäre Initiative, die für die Allgemeinheit offen ist, pflegt den Dialog zwischen Christentum und Judentum, der im heutigen Europa nicht mehr ohne den Islam zu führen ist. Die Initiator*innen und Referent*innen bekennen sich zu ihren Religionen in Geschlechterdemokratien westlicher Prägung und erkennen die Notwendigkeit der Reflexion der monotheistischen Religionen für die Gestaltung Europas.

Shai Hoffmann
ist Geschäftsführer der Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit der er aktivistische und politische Bildungsprojekte realisiert. Er initiierte die Israel-Palästina-Bildungsvideos und fuhr im Bus der Begegnungen vor der Bundestagswahl 2017 durch ganz Deutschland, um mit den Bürger*innen ins Gespräch zu kommen. Nach dem 07. Oktober 2023 initiierte Shai Hoffmann zusammen mit Jouanna Hassoun das Projekt “Trialoge”, bei dem sie deutschlandweit in Schulen mit Schülerinnen über ihre Gefühle zum Krieg in Israel und Gaza sprechen. Er ist zudem Moderator des Podcasts „Über Israel und Palästina sprechen“ und initiierte das gleichnamige Tiny House-Projekt, um auf öffentlichen Plätzen mutige Räume zu schaffen, in denen die Menschen in den Dialog über den Nahostkonflikt treten können. In seinem Podcast geht es darum, die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft sichtbar zu machen. Dabei beleuchtet Shai die Vielfalt der Meinungen zum israelisch-palästinensischen Konflikt, indem er unter anderem mit Expert*innen, Lehrer*innen und Pädagog*inneen ins Gespräch kommt.

Jouanna Hassoun
ist Geschäftsführerin von Transaidency e.V., politische Bildnerin und Menschenrechtsaktivistin. Sie hat palästinensischen Hintergrund und floh als Kind wegen des Bürgerkriegs im Libanon nach Deutschland. Sie ist unter anderem mit dem Landesverdienstorden von Berlin für ihr bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Jouanna Hassoun hat zahlreiche Initiativen und Projekte mitgegründet, darunter im Jahr 2015 den Bildungsverein Transaidency e.V., der sich der humanitären Hilfe widmet. Zudem initiierte sie das Projekt „Make Hummus Not Walls“, das sich mit dem Israel-Palästina-Konflikt beschäftigt und kürzlich erst das Projekt “Brücken Bauen”. Nach dem 7. Oktober initiierte sie gemeinsam mit Shai Hoffmann das Projekt “Trialoge”, bei dem sie deutschlandweit in Schulen mit Schüler*innen über ihre Gefühle zum Krieg in Gaza und Israel sprechen.