Zum Ende des Funktionalismus
Positionierung des Wohnbauwettbewerbes "Entwicklung einer zukunftsfähigen Programmatik"
Die Publikation stellt einen richtungsweisenden Leitfaden für eine neue Programmatik im „Wohnbau“ im Allgemeinen und im Wohnbauwettbewerbswesen im speziellen dar. Er setzt Impulse und schreibt fest, wie diese in künftigen Planungsprozessen verankert werden können.
Der gegenwärtige Wohnbau reproduziert sich durch eingefahrene Entscheidungsmuster, die in Summe zu uniformierten, monofunktionalen Lösungen führen. besonders im Wettbewerbswesen manifestiert sich dieser Stillstand – immer noch geprägt von zutiefst funktionalistischem Verständnis. Um eine Gegenposition zu dieser festgefahrenen Typologie des „Wohnens“ formulieren zu können, müssen zunächst Ursachen und Rahmenbedingungen untersucht werden. Es geht also nicht primär um ästhetische Phänomene der Architektur, sondern um gesellschaftspolitische Fragen: ob im Graz der Nachkriegszeit, in Zeiten des „Wirtschaftswunders“ der 60er und frühen 1970er Jahre, oder in den darauffolgenden Zeiten struktureller Umbrüche hin zur gegenwärtigen, neoliberalen Zeit.
Eine Kooperation mit dem i_w Institut für Wohnbau der TU Graz und der Kammer der Ziviltechniker:innen Steiermark und Kärnten.
Davor um 17 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung Morgen war alles besser. Im Graz der 70er statt.
