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Krebsenkeller - jetzt online

Ein Recherche-Projekt zu Grazer Porträts

Bringen Sie Ihr Wissen ins Museum! - Jetzt auch online....

Vielen Grazer/-innen ist der Krebsenkeller noch als die gastronomische „Institution“ in Erinnerung: Treffpunkt unterschiedlichster Leute in einem der ältesten Gebäude von Graz, das schon im 16. Jh. eine Trinkstube beherbergte. Seitdem 1922 die Familie Wunder das Gasthaus übernahm, kam zu ausgezeichneter Küche und Gemütlichkeit noch ein weiteres Charakteristikum dazu, das die Atmosphäre unverwechselbar machte: eine immer umfangreicher werdende Sammlung von Zeichnungen, die beinahe jeden Raum schmückten.

Es handelte sich hierbei um die Porträts der Stammgäste, geschaffen von den Künstlern Robert Voit und Franz Felix Xaver Thür. Wo der Politiker neben dem Straßenkehrer hing, werden diese auch nebeneinander am Tisch gesessen sein. Allein die Berufe der Abgebildeten ergeben Geschichten aus Graz. Das GrazMuseum konnte 218 Porträts erwerben und versuchte in Zusammenarbeit mit Besucher/-innen, Informationen zu den Dargestellten zu ermitteln. Das im Rahmen des Rechercheprojekts zusammengetragene Wissen basiert auf subjektiven Erinnerungen, die demgemäß nicht verbindlich sind und zu deren Ergänzung wir Sie herzlich einladen möchten. Spazieren Sie durch unsere virtuelle Galerie, die nun die Ergebnisse des Rechercheprojekts präsentiert. Vielleicht fallen Ihnen zum einen oder der anderen weitere Informationen ein – wir bitten Sie erneut, uns an Ihrem Wissen teilhaben zu lassen und dazu das Kontaktformular direkt bei den jeweiligen Bildern zu nutzen!

Franz Felix Xaver Thür:
22.11.1890 (Graz) – 19.02.1978 (Graz)

Erzählungen zufolge soll Thür ein eigenartiger Kauz gewesen sein, den man in seiner Zurückgezogenheit sehr darum bitten musste, ein Bild anzufertigen und es zu signieren. Nach einer Uhrmacherlehre studierte er an der Landeskunstschule in Graz, bildete seine Fähigkeiten jedoch in zahlreichen Weiterbildungen, unter anderem an der Akademie in Wien, aus. Als Aquarellist, Radierer und letzter österreichischer Miniaturenmaler auf Elfenbein war er ein origineller „Kleinmeister“, dessen Porträts durch außergewöhnliche Feinheit bestechen. Thür, ein Kavalier der alten Schule, der den Damen noch die Hand küsste, war auch ein Lebenskünstler, der trotz einer schweren Kriegsverletzung beachtliche 88 Jahre alt wurde. (Vgl. Gröger, Heinrich: Grazer Originale, Graz, 1981,  S. 16)

Robert Voit (Foit)
04.05.1889 (Graz) – 06.08.1963 (Graz)

Mit dem Maler Robert Voit begann die „Porträt-Tradition“ im Krebsenkeller, die dem Gasthaus über Jahrzehnte sein unverwechselbares Flair verleihen sollte. Im Hauptberuf arbeitete der Künstler als Beamter im Invalidenamt. Doch seine Leidenschaft galt der Kunst. Er besuchte die Kunstschule in Graz – Voit war Bildhauer und freischaffend als Maler und Grafiker erfolgreich. Er galt als scharfer Beobachter und trinkfest. Mit dem Krebsenkellerbesitzer hatte Voit einen amüsanten Vertrag abgeschlossen, er zeichnete und bekam dafür soviel zu trinken, wie er vertragen konnte. Pro Abend kam er auf durchschnittlich 2 Liter Wein und gerade in diesem euphorischen Zustand soll er seine besten Bilder geschaffen haben. (Vgl. Gröger, Heinrich: Grazer Originale, Graz, 1981,  S. 17)


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(täglich außer dienstags)

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Erwachsene: € 5,–
Ermäßigt: € 3,–
Jahreskarte: € 14,–
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Führungen: € 2,–
Abendveranstaltungen: € 5,–
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€ 4,–
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