Drei alte Fotos zeigen Mein Vater Nirgendwo: zwei Mädchen als Säuglinge, Kinder zu Weihnachten und Teenager.
Graz Museum Sackstraße | Mi., 15.04.2026 | 18:00 Uhr Buchpräsentation

Mein Vater Nirgendwo

Buchpräsentation mit Gitta Rupp

Das Buch „Mein Vater Nirgendwo“ von Gitta Rupp ist eine autobiografisch geprägte Erzählung über Kindheit, Herkunft und die Suche nach einem abwesenden Vater.
Als Besatzungskind bezeichnet sich die Autorin selbst als „Kollateralschaden des Zweiten Weltkriegs“. Sie wurde in Graz als Tochter einer österreichischen Mutter und eines britischen Besatzungssoldaten geboren und wuchs in den schwierigen Jahren der Nachkriegszeit auf. Diskriminierung, Armut und erniedrigende behördliche Kontrollen prägten den Alltag der vaterlosen Familie.
In ihrem Buch zeichnet Gitta Rupp ein persönliches Bild der Nachkriegszeit, das von den Bombenruinen der unmittelbaren Nachkriegsjahre bis in das Zeitalter des allgegenwärtigen Internets reicht. Erzählt wird diese Zeitspanne aus der Perspektive einer Tochter, die zeitlebens nach dem Vater „Nirgendwo“ sucht.

Bei der Buchpräsentation spricht die Autorin über die Hintergründe des Buches sowie über die zentrale Frage nach Identität und Zugehörigkeit. Sie erzählt, wie diese Suche ihre Lebensstationen, etwa als Mutter dreier Kinder, Lehrerin in Norddeutschland oder Bio-Weinbau-Pionierin in der Steiermark geprägt hat.
Die Veranstaltung bietet Raum für Gespräch und Austausch mit der Autorin.

Davor um 17 Uhr finden eine Kurator*innenführung durch die Ausstellung Ins Ungewisse. Graz 1945–1965 statt.