topothek Graz

Das GrazMuseum hat im Herbst 2019 eine topothek für Graz gestartet.
Die topothek ist ein gemeinschaftlich erstelltes und bearbeitetes Online-Archiv sowie ein regionalhistorisches Nachschlagewerk. Ziel ist die Sicherung und Sichtbarmachung von verstreutem historischen Material aus Privatbesitzen. Bilder, Tonaufnahmen, Videos, Objekte, schriftliche Dokumente sowie zusätzliche Informationen zu den Erinnerungsstücken werden in der topothek für ein kollektives Gedächtnis und ein gemeinsames Erinnern digital gesichert. Die Originale verbleiben immer bei den Besitzer/-innen, die gemeinsam mit den Topothekar/-innen das Wissen sowie die Geschichte(n) zu den „Objekten“ erarbeiten. Alle Bestände und Informationen zu diesen sind über Schlagworte, Datierung und Verortung auf dem aktuellen Stadtplan miteinander verknüpft und dadurch für Benutzer/-innen optimal durchsuch- bzw. filterbar.

Ihr persönlicher Beitrag: Haben Sie etwas für die topothek Graz?

Themenfelder für topothek Material können beispielsweise sein:

  • Verschwundene und bestehende Gastronomie und Kaffeehauskultur in Graz (z.B. Nordstern, …)
  • Grazer Nachtleben (z.B. Parkhouse, De Gustibus, Niesenberger, Kulturhauskeller, …)
  • Verschwundene und bestehende Betriebe/Geschäfte in Graz (z.B. Kienreich, Koch, …)
  • „Graz feiert“ – Öffentliche Events im Grazer Stadtraum (z.B. Fasching, Advent, …)
  • „Umbrüche“ (z.B. Baustellen, Demonstrationen, Streiks, Bürgerinitiativen, …)
  • Typische (temporäre) Graz-Orte (z.B. Schloßberg, Weikhard Uhr, Oskar in der Herrengasse, …)
  • Sport in Graz (z.B. Marathon, Eislaufen, Fußball, …)
  • Kindheitserinnerungen an Graz (z.B. Hansi füttern, Hilmteich, rodeln am Augartenhügel, …)
  • Grazer Ausflugsziele bzw. „Blick auf Graz von außen oder oben“ (z.B. Plabutsch, Ruine Gösting, Schwarzl Seen, …)
  • Außerordentliche Vorkommnisse (z.B. „Jahrhundertwinter 1986“, „Sturm wird Meister 1998“, „Totale Sonnenfinsternis 1999“, …)

Wir suchen und freuen uns über Ihre persönlichen Objekte, Ihr Wissen und auf Ihre Geschichten. Kontaktieren Sie uns!

Topothekarin im GrazMuseum
Antonia Nussmüller
0316 872-7604
antonia.nussmueller@stadt.graz.at

 

Fokus-Bezirke: Das topothek Graz Netzwerk
Neben privaten Leihgeber/-innen, die ihre persönlichen Erinnerungsstücke als digitale Leihgaben der topothek Graz zur Verfügung stellen, befindet sich auch ein wachsendes topothek Graz Netzwerk in Aufbau. Bezirks-Kooperationen mit Bezirks- und Nachbarschaftszentren oder -büros sowie Grätzelinitiativen setzen direkt dort an, wo viele Menschen zu finden sind, die an ihrer direkten Umgebung und deren Geschichte interessiert sind und gemeinsam daran arbeiten und erinnern wollen. Nur regionale Kräfte können die örtliche Geschichte umfassend und detailliert sichern. Daher ist das Prinzip der topothek, dass ihre Verwalter/-innen und Beiträger/-innen in der Gemeinde verankert sind. Sie können durch ihre Vertrautheit mit den örtlichen Gegebenheiten die regional relevanten Fragen stellen, historische Quellen auffinden und mit ihrer Ortskenntnis die Einträge hochwertig beschlagworten, mit Informationen anreichern und verorten.
Gemeinsam bildet sich ein topothek Graz Netzwerk mit Ansprechpartner/-innen für interessierte Beiträger/-innen: Wenngleich der Fokus von einer Nachbarschaft auf die nächste wandert, bleiben die Kooperationspartner/-innen weiterhin Teil des Projekts topothek Graz und leisten als fixe Anlaufstellen weiterhin einen wesentlichen Beitrag.
Den Anfang der topothek Graz machte der Bezirk Geidorf in Kooperation mit der Grätzelinitiative Margaretenbad. Von Frühling bis Herbst 2019 wurde gemeinsam mit der Grätzelinitiative und allen interessierten Beiträger/-innen Beiträge zum Fokus-Bezirk Geidorf gesammelt, gesichert, gescannt, Daten eingespeist und mit Informationen oder Geschichten weiter angereichert. Nun wechseln wir die Murseite und setzen ab Jänner 2020 einen neuen Fokus, nämlich auf das Annenviertel.

Aktueller Fokusbezirk: ANNENViERTEL (Lend und Gries)

Seit Jänner 2020 werden in Kooperation mit dem Verein und Stadtteilprojekt ANNENViERTEL Material und Geschichten zu den Bezirken Lend und Gries gesammelt, gesucht, gesichtet, digitalisiert, angereichert und für die Öffentlichkeit via topothek Graz langzeitlich gesichert und frei zugänglich gemacht.

Möchten Sie etwas zum digitalen Annenviertel in der topothek Graz beitragen?
Dann kontaktieren Sie uns telefonisch oder per Mail. Schicken, mailen oder bringen Sie uns Ihre Fotos, Zeichnungen, Postkarten, Dokumente, Objekte, Audio- und Videoaufnahmen oder Ähnliches. Teilen Sie Ihre Erinnerungsobjekte, Ihre Informationen, Ihre Geschichten, Ihr Wissen zum Viertel mit uns und damit mit allen Besucher/-innen der topothek Graz. Haben Sie Fragen zu Ihren Objekten? Wir sind gerne bei der Recherche behilflich.

Topothekarin im GrazMuseum
Antonia Nussmüller
0316 872-7604
antonia.nussmueller@stadt.graz.at

Verein Stadtteilprojekt ANNENViERTEL
news@annenviertel.at
http://annenviertel.at/

Sie erlauben uns lediglich digitale Erinnerungsobjekte anzulegen und zu verwenden: Bei Originalen machen wir Scans oder digitale Fotografien davon und pflegen diese mit zugehörigen Informationen (Ort, Zeit, Schlagworte, Kontexte) in die topothek Graz ein. Alle Leihgaben bleiben im Original bei Ihnen.

An folgenden Terminen können Sie sich im Erzählcafé gemeinsam mit unserem Team sowie anderen Interessierten anhand Ihrer und unserer Erinnerungsstücke über die Geschichte und Entwicklung des Grazer Annenviertels austauschen, sich gemeinsam erinnern, das digitale Annenviertel in der topothek Graz mitgestalten oder auch einfach etwas über das Prinzip topothek sowie das Projekt topothek Graz erfahren:

Do, 19. März, 17.00–19.00 Uhr, im Café Vergissmeinnicht, Griesgasse 26, 8020 Graz
Do, 23. April, 17.00–19.00 Uhr, im Café Vergissmeinnicht, Griesgasse 26, 8020 Graz
Mo, 4. Mai, 17.00–19.00 Uhr, irgendwo im Lendwirbel, siehe www.lendwirbel.at
Mo, 8. Juni, 17.00–19.00 Uhr, im Café Centraal, Mariahilferstraße 10, 8020 Graz

Wir freuen uns über Ihren Beitrag und Ihre Geschichten und Erinnerungen dazu!

 

Das Zentrum und Ausgangspunkt des Annenviertels ist die Annenstraße als Grenze zwischen den Bezirken Lend und Gries. Der fiktive Name Annenviertel stammt ursprünglich von < rotor >, Zentrum für zeitgenössische Kunst in Graz. Er entstand 2009 für das bis heute andauernde Kunstprojekt „Die Kunst des urbanen Handelns“ – dabei steht das künstlerische Handeln innerhalb von städtischen Transformationsgebieten im Mittelpunkt.
Für die Neugestaltung der Annenstraße (2011–2013) initiierte die Stadt Graz ein Begleitprogramm für Marketingzwecke, für das der Begriff Annenviertel verwendet werden durfte. Es wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, wie etwa der Annenviertel Flohmarkt oder auch Stammtische zu den unterschiedlichsten Themen. 2014 hat sich dann der Verein Stadtteilprojekt ANNENViERTEL konstituiert und ist seitdem im Viertel stark tätig und verankert.
Seit 2009 existiert auch das Projekt Annenpost. Geschichten aus dem Annenviertel, das als literarisches Projekt von Stefan Schmitzer begann und sich inzwischen, betreut von Studierenden der FH Joanneum, zu einem aktiven Webblog für das Grazer Annenviertel weiterentwickelt hat.
Das Annenviertel hat sich demzufolge als Ortsbezeichnung für das Viertel um die Annenstraße innerhalb des letzten Jahrzehnts längst etabliert und sich in die Stadt und ihre Geschichte fest eingeschrieben.

KONTAKT:
Topothekarin im GrazMuseum
Antonia Nussmüller
0316 872-7604
antonia.nussmueller@stadt.graz.at

Verein Stadtteilprojekt ANNENViERTEL
news@annenviertel.at
http://annenviertel.at/

Eine Kooperation von topothek ICARUS, Verein Stadtteilprojekt Annenviertel und GrazMuseum.
Projektleitung: Maria Reiner, Alia Bandhauer und Antonia Nussmüller
Topothekarin: Antonia Nussmüller
Wissenschaftliche Mitarbeit: Katharina Mraček-Gabalier
Projektsteuerung: Sibylle Dienesch
Ansprechpartner topothek: Alexander Schatek

Geidorf

Ausgehend vom Material des Grätzeltreffs Geidorf und dessen Geschäftsführerin Claudia Beiser entstand ein allererstes Stück der topothek Graz mit einer Konzentration auf das Margaretenbad und dem umliegenden Bezirk Geidorf.

Grätzelinitiative Margaretenbad
Wastlergasse 2, 8010 Graz
Grätzelbüro: Montag 15-17 Uhr, Mittwoch 15-16 Uhr, Freitag 10-12 Uhr
+43 660 6593035
claudia.beiser@margerl.at
www.margerl.at

Eine Kooperation von topothek ICARUS, Grätzelinitiative Margaretenbad und GrazMuseum.
Projektleitung: Claudia Beiser und Antonia Nussmüller
Topothekarin: Antonia Nussmüller
Wissenschaftliche Mitarbeit: Katharina Mraček-Gabalier
Projektsteuerung: Sibylle Dienesch
Ansprechpartner topothek: Alexander Schatek