Eine Gruppe hört einem Führer im Zwangsarbeitslager Liebenau zu und gewinnt so Einblicke im Freien.

Foto: Vanessa Bednarek

Treffpunkt: Andersengasse 32-34, 8041 Graz | Sa., 30.05.2026 | 11:00 Uhr

Gegen das Vergessen. Archäologischer Spaziergang durch das ehemalige Zwangsarbeiterlager Liebenau

Geführter Rundgang

1940 für umgesiedelte Volksdeutsche errichtet, wurde „Lager V“ bald zur Unterbringung von Zwangsarbeiter*innen verwendet, die u. a. im am gegenüberliegenden Murufer befindlichen Steyr-Daimler-Puch-Werk zur Arbeit eingesetzt wurden. In den letzten Kriegswochen war das Lager zudem eine Zwischenstation auf den Todesmärschen ungarischer Jüdinnen und Juden auf ihrem Weg nach Mauthausen und Gunskirchen. Im Zuge der Bauarbeiten am Murkraftwerk ab 2017 konnten Reste der Baracken sowie Abfallgruben und weitere Strukturen des ehemaligen Lagerareals im Rahmen archäologischer Grabungen untersucht werden. Ein Rundgang durch das ehemalige Lagerareal führt dabei zu den wenigen noch erhaltenen Resten wie einem Barackenkeller mit denkmalgeschützten Graffiti französischer Zwangsarbeiterinnen.

Treffpunkt: Andersengasse 32-34, Kellerzugang auf der Gebäuderückseite
Anreise: Buslinie 34 bis Andersengasse bzw. Buslinie 34E bis Theyergasse, dann kurzer Fußweg
Beginn: 11 Uhr, Dauer ca. 1,5 Stunde
Rundgang im Freien
Zugang zum Keller nicht barrierefrei
Maximal 25 Personen

Anmeldung per Mail unter stadtarchaeologie@stadt.graz.at