Ausstellungseröffnung: Lager Liebenau. Ausgraben und Erinnern
Die archäologischen Fundstücke aus dem Areal des ehemaligen Lagers Liebenau sind stille Zeugen der Geschichte. Sie auszustellen, verbindet Forschung, Gedenken und gesellschaftliche Verantwortung. Unter dem Motto „Ausgraben und Erinnern“ geht es darum, Vergangenes zu befragen und seine Bedeutung für unsere Gegenwart zu erklären.
Das Lager Liebenau war zur Zeit des Nationalsozialismus ein Lager für Umsiedler*innen und Zwangsarbeiter*innen – und ein Tatort von NS-Verbrechen. Viele Fundstücke stammen aus diesen Jahren, andere aus der Zeit davor oder danach. Was erzählen uns diese Fundstücke? Was bleibt uns verborgen? Die Vergangenheit soll nicht verschüttet, sondern bewusst reflektiert werden, um Gegenwart und Zukunft an ihr zu messen, politische Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam demokratische Lebensformen zu fördern.
Dabei wird sichtbar, wie wichtig gemeinsames Handeln, offener Diskurs und zivilgesellschaftliche Mitgestaltung sind. Nur unter vielen Blickwinkeln, Selbstreflexion und Zusammenarbeit von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik entsteht eine starke Erinnerungskultur, die Demokratie schützt und aktiv mitgestaltet.
Es sprechen:
Claudia Unger, Kulturstadträtin
Sibylle Dienesch, Direktorin Graz Museum
Susanne Lamm und Annette Rainer, Kuratorinnen Graz Museum
Eine Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung.
Gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.
