Mi, 22.04.2020 | 18 Uhr Vortrag

Terror in der Endphase des NS-Regimes

Vortrag von Historiker Heimo Halbrainer

Im Frühjahr 1945 war die Steiermark für die letzten Wochen des NS-Regimes nicht nur Kriegsschauplatz, sondern auch ein Ort einer Vielzahl sogenannter „Endphaseverbrechen“. Über 10.000 Juden und Jüdinnen aus Ungarn wurden im März und April 1945 durch die Steiermark in Richtung des KZ Mauthausen getrieben. Unzählige fielen den Märschen zum Opfer: Sie verhungerten, erfroren, brachen entkräftet zusammen oder wurden von Angehörigen der SS und des Volkssturms erschossen. Daneben wurden abgeschossene Flieger Opfer von gewalttätigen Übergriffen. Ab April 1945 wütete zudem die NS-Militärjustiz mit ihren Standgerichten. Anlässlich der Räumungen der steirischen Konzentrationslager und dem Rücktransport nach Mauthausen wurden zahlreiche Häftling erschossen. Dies geschah auch bei der Räumung des Gestapogefängnisses beim Paulustor und des landesgerichtlichen Gefangenenhauses in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße. Die Tatorte dieser Verbrechen waren unter anderem die SS-Kaserne in Wetzelsdorf, Maria Trost, Liebenau oder der Feliferhof.

Freier Eintritt