{"id":28,"date":"2021-03-11T19:44:03","date_gmt":"2021-03-11T18:44:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.grazmuseum.at\/datenfeld\/?page_id=28"},"modified":"2021-06-28T11:23:51","modified_gmt":"2021-06-28T09:23:51","slug":"staedte-entwerfen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.grazmuseum.at\/datenfeld\/festivalausstellung\/staedte-entwerfen\/","title":{"rendered":"St\u00e4dte entwerfen"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;804e101c-d2b3-4796-9cb8-55dc1a682d02&#8243;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Header_St\u00e4dte entwerfen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h1>St\u00e4dte entwerfen<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8221;Frage_St\u00e4dte entwerfen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<h2>Wie stellst du dir das Graz deiner Zukunft vor?<\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>St\u00e4dte verdichten nicht nur Menschen, sondern auch deren Hoffnungen und \u00c4ngste. So erscheint das Stadtleben als Synonym f\u00fcr Wohlstand, Abenteuer und erf\u00fcllte Tr\u00e4ume; doch steht es auch f\u00fcr Einsamkeit und Entwurzelung. St\u00e4dte faszinieren und verst\u00f6ren, ziehen Menschen magisch in ihr Zentrum und sto\u00dfen sie wieder in die Peripherie. Sie gelten als Pulsgeber unserer Zeit, als Projektionsfl\u00e4chen utopischer wie auch dystopischer Zuk\u00fcnfte. Neu ist das Gewand der \u201eSmart Cities\u201c. Es wird traditionsreichen St\u00e4dten wie Wien und Graz \u00fcbergeworfen, aber auch zur Richtlinie neuer vom Rei\u00dfbrett entworfener Metropolen weltweit. Vor Kurzem erst hat Saudi-Arabien mit seiner Planstadt \u201eNeom\u201c f\u00fcr Aufsehen gesorgt. Smarte St\u00e4dte \u2013 auch als Smart Urbanism, clevere Urbanisierung, bezeichnet \u2013 sind keine Zukunftsmusik. Die globale Transformation der St\u00e4dteplanung unter der Ma\u00dfgabe verdichteter Datenstr\u00f6me ist in vollem Gange.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text module_class=&#8221;read-more&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>St\u00e4dte verdichten nicht nur Daten, sie sind zu regelrechten Datenfeldern geworden. Wirtschaftsunternehmen, Kommunen sowie B\u00fcrger*innen ringen um die digitale Aussaat. Denn auch auf Datenfeldern gilt: \u201eDu erntest, was du s\u00e4st.\u201c Das Dilemma dabei: Unsere gro\u00dfen und kleinen Metropolen sind bereits digital geworden. Wer schon bei der Landnahme der vergangenen Jahre ganz vorne mit dabei war, hat heute nat\u00fcrlich bei der Gestaltung smarter St\u00e4dte ein W\u00f6rtchen mitzureden. Es sei zum Beispiel an marktbeherrschende Unternehmen wie Google, Microsoft oder Oracle gedacht. Das f\u00fchrt zu Interessenkonflikten zwischen Kommunen \u2013 die ja im \u00f6ffentlichen Interesse handeln sollen \u2013, privatwirtschaftlichen digitalen Dienstleistern \u2013 die l\u00e4ngst schon die Datenstr\u00f6me st\u00e4dtischen Lebens als \u00d6lquelle erschlossen haben \u2013 sowie B\u00fcrger*innen die bei der Gestaltung ihrer Lebensr\u00e4ume demokratisch mitentscheiden wollen. Wir stecken schon mitten drin in der technologischen Verdichtung und politischen Verhandlung urbaner Datenr\u00e4ume. In der Ausstellung <em>Die Stadt als Datenfeld<\/em> wird dazu eingeladen, die oft abstrakten, (post)digitalen Fragestellungen in ihrer Vielfalt sinnlich-konkret zu erleben. Sie fordert dazu auf, ein kritisches Verst\u00e4ndnis smarter St\u00e4dte zu entwickeln und aus einer Kritik der Gegenwart heraus konstruktive Utopien f\u00fcr die Zukunft zu wagen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_column _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; type=&#8221;4_4&#8243;][et_pb_video _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; src=&#8221;https:\/\/youtu.be\/yoA-UJdJlOY&#8221; hover_enabled=&#8221;0&#8243; sticky_enabled=&#8221;0&#8243;][\/et_pb_video][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; module_class=&#8221;raum5 read-more&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;f0363faf-ba98-4eb9-947a-eb96b5e37552&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Infobox1 :Stadtwelt&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Stadtwelt @Datenfeld<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Infobox_Stadtwelt_Datenfeld&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Wagen wir eine eigene urbane Utopie aus einer demokratischen Kritik der Gegenwart heraus? Im Zentrum unserer St\u00e4dte stehen zwischenmenschliche Beziehungen, die durch Relationsnetze gestaltet sind. Dieses Bild malt Vil\u00e9m Flusser im zweiten Kapitel \u2013 \u201eSt\u00e4dte entwerfen\u201c \u2013 seines technikkritischen Buchs Vom Subjekt zum Projekt. Die Ausstellung \u201eDie Stadt als Datenfeld\u201c greift dieses Motiv bildlich auf. Smart Cities werden als soziale Relationsfelder thematisiert, in denen sich gesellschaftliches Leben, aber auch Datenstr\u00f6me verdichten. Eine andere Metapher ist die der \u201eMasken\u201c. Flusser bezeichnet damit die sozialen Identit\u00e4ten, die Rollen und Funktionen, die wir annehmen und aus\u00fcben. Anhand der Bilder des \u201eBeziehungsnetzes\u201c sowie der \u201eMasken\u201c tauchen die Besucher*innen in Flussers Welt ein und entdecken neue Perspektiven, ihre eigene Stadt weiterzudenken.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Bisher waren St\u00e4dte Werkzeuge zur Identifikation ihrer Bewohner. Flusser illustriert sie als Fabriken f\u00fcr Masken, also soziale Rollen und Identit\u00e4ten. Doch das \u00e4ndert sich nun mit Smart Cities. Nicht alle Masken passen mehr, andere verselbstst\u00e4ndigen sich. Berufe vergehen und entstehen neu. Wie Flusser sagt: Es sind die Masken, die \u201etanzen\u201c. St\u00e4dte sind zu global vernetzten R\u00e4umen geworden. Entsprechend gro\u00dffl\u00e4chiger werden auch die Masken, die wir uns in global vernetzten Beziehungsr\u00e4umen aufsetzen. Flussers Gedanke des kulturellen Lebens als Schaltplan, die Regierung der Polis durch Technik ist allgegenw\u00e4rtig. Gibt es eine wesentliche Kritik am Diskurs? Vielleicht ist es eine demokratische: Wie kommen die sozialen Welten, die Beziehungsnetze und Masken, \u00fcberhaupt in die Tabellen, mit denen in unseren St\u00e4dten gerechnet wird?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;f0363faf-ba98-4eb9-947a-eb96b5e37552&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Was ist die hei\u00dfe Debatte&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Was ist die hei\u00dfe Debatte?<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Digitalisierung ist l\u00e4ngst im \u201epostdigitalen\u201c Zeitalter aufgegangen. Der Diskurs \u00fcber Postdigitalit\u00e4t wurde von Nicholas Negroponte 1998 durch eine Kolumne im -Magazin Wired angeregt. Digitalisierung erkennen wir demnach nur noch durch ihre Abwesenheit. Sie ist da und kommt nicht mehr auf uns zu. Daraus ergibt sich eine Ver\u00e4nderung der Perspektive, die auch den Diskurs um Smart Cities pr\u00e4gt: Die Frage \u201eWollen wir unsere Stadt vernetzen?\u201c wird abgel\u00f6st von der Frage \u201eWie navigieren wir mit Daten in unserer l\u00e4ngst schon vernetzten Stadt?\u201c. <\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Global scheint ein regelrechter Wettstreit um die \u201esmarteste Stadt\u201c der Zukunft entbrannt zu sein. Hierbei punktet zum Beispiel Barcelona mit partizipativen Konzepten der B\u00fcrgerbeteiligung oder Oslo mit einer Mischung aus postmoderner Architektur und Umweltschutz. Smart Cities werden dem postdigitalen Ansatz entsprechend nicht mit Digitalisierung beworben, sondern mit effizienten Probleml\u00f6sungen der Mobilit\u00e4t oder der Energieversorgung, \u00f6kologischen Konzepten und Lebensqualit\u00e4t. Daraus speisen sich sowohl utopische Hoffnungen als auch dystopische \u00c4ngste, die kontrovers diskutiert werden. Vier Beispiele illustrieren den postdigitalen Diskurs anschaulich: The Line und Neom City in Saudi-Arabien, Graz \u2013 Die digitale Agenda, Paris \u2013 Die 15-Minuten-Stadt, Barcelona \u2013 Smart City 3.0.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;804e101c-d2b3-4796-9cb8-55dc1a682d02&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Utopischer pool_hoffnung wagen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Utopischer Pool: Hoffnung wagen<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>1516 identifiziert Thomas Morus in seinem Roman <em>Utopia<\/em> St\u00e4dte als treibende Kr\u00e4fte sozialen Fortschritts. Die Idee einer besseren Gesellschaft durch bessere Urbanisierung reicht kulturell weit zur\u00fcck. Auch heute begegnet sie uns in den Erwartungen, die sich an Smart Cities kn\u00fcpfen. Seit 2007 bewirbt besonders IBM das Konzept der Smart Cities und kn\u00fcpft daran Ideen effizienter technischer L\u00f6sungen zum Allgemeinwohl. Die postdigitale Kontroverse offenbart auf der einen Seite die Suche nach einer neuen Gesamtutopie. K\u00fcnstliche Intelligenz erscheint als Heilsbringer der Stadtplanung, als universale Probleml\u00f6sung. Die Welt verdichtet sich in einem Netz datafizierter Kommunen, \u00f6kologisch vorbildlich, inklusiv, effizient, gl\u00fccklich \u2026<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;804e101c-d2b3-4796-9cb8-55dc1a682d02&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Dystopischer Pool&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Dystopischer Pool: \u00c4ngste sch\u00fcren<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Den Erl\u00f6sungsfantasien utopischer Smart-City-Konzepte stellt Anthony Townsend in Smart Cities: Big Data, Civic Hackers, and the Quest for a New Utopia die Sorge vor einer leeren H\u00fclle entt\u00e4uschter Hoffnungen gegen\u00fcber. So wurde auch die Smart-City-Kampagne von IBM seit 2007 immer wieder kritisch gesehen und als eine industrieorientierte Verengung des Blicks entlarvt. Wo bleiben B\u00fcrgerbeteiligung und demokratische Aushandlungsprozesse, vor allem das Lokalkolorit, wenn die (post)digitale Agenda der eigenen Stadt von einem weltweit agierenden Unternehmen vorgegeben wird? Droht nicht ein technokratischer Kollaps \u2013 die Erosion gesellschaftsorientierter Probleml\u00f6sungen durch technikgl\u00e4ubig gemachte Politik? Wer hoch steigt, kann auch tief fallen \u2026<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Wie w\u00fcrdest du entscheiden&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Wie w\u00fcrdest du entscheiden?<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>H\u00e4ltst du Barcelona f\u00fcr ein Vorbild, weil hier Entscheidungen \u201evon oben\u201c mit Konzepten der partizipativen B\u00fcrgerbeteiligung \u201evon unten\u201c kombiniert werden? Oder sollten B\u00fcrger im Sinne direkter Demokratie auch direkten Einfluss auf die Gestaltung von Smart Cities aus\u00fcben? Ist Saudi-Arabien mit Neom und The Line ein Erfolg versprechendes Vorbild? Sollten Smart Cities also besser von Grund auf neu geplant werden? Wie sieht es in \u00d6sterreich aus, welchen Einfluss nimmst du auf die Gestaltung deiner Stadt? Wie wollen wir St\u00e4dte entwerfen?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; module_class=&#8221;raum5 read-more&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;f0363faf-ba98-4eb9-947a-eb96b5e37552&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Infobox 2: The Line und Neom City in Saudi-Arabien&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>The Line und Neom City in Saudi-Arabien<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Mit einer spektakul\u00e4ren Vision wirbt Saudi-Arabien seit J\u00e4nner 2021 \u00f6ffentlichkeitswirksam um Prestige und ausl\u00e4ndische Investoren. \u201eThe Line\u201c bezeichnet eine 170 Kilometer lange, sogenannte \u201eBandstadt\u201c, die sich kerzengerade von der K\u00fcste des Roten Meeres aus durch W\u00fcsten und Berge zieht. In der 500 Milliarden Dollar teuren Vision reiht sich eine Siedlung an die n\u00e4chste \u2013 wie bei einer Perlenkette. Die ganze Stadt soll von Grund auf mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz geplant werden sowie ein gigantisches Netzwerk smarter Systeme umfassen. Autos, wie wir sie kennen? <\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Fehlanzeige! Binnen f\u00fcnf Minuten ist alles Notwendige zu Fu\u00df erreichbar, gr\u00f6\u00dfere Strecken werden unterirdisch in autonomen U-Bahnen zur\u00fcckgelegt. Hier sollen bald mehr Roboter als Menschen leben. Auf den 25. Oktober 2017 datiert die weltweit erste Einb\u00fcrgerung eines androiden\/gynoiden Roboters. Die Maschine hei\u00dft Sophia und verf\u00fcgt seitdem \u00fcber einen saudi-arabischen Pass.<br \/>\u201eThe Line\u201c ist als Teil von Neom City gedacht, einer urbanen Region im Nordwesten des Landes. Wie bei einem PC lassen sich ganze Stadtteile, Technologieparks oder unterirdische Transportwege per \u201ePlug and Play\u201c hinzuf\u00fcgen. Die versprochene \u201eRevolution\u201c soll umweltfreundlich sein, nur Wind- und Sonnenenergie sollen zum Einsatz kommen. Doch handelt es sich dabei nicht eher um einen Marketingbluff? Sowohl die Umsetzbarkeit eines solchen Projekts als auch dessen geopolitische Strategie \u2013 eine smarte Planstadt an der Grenze zu \u00c4gypten und Jordanien \u2013 wird kontrovers diskutiert.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; module_class=&#8221;raum5 read-more&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;f0363faf-ba98-4eb9-947a-eb96b5e37552&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Infobox 3: Beispiel Graz: digitale Agenda&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Beispiel: Graz<\/h2>\n<h3>Die digitale Agenda<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Wie divers das Label \u201eSmart City\u201c gebraucht wird, zeigt auch die Au\u00dfendarstellung der Stadt Graz. Hier stehen vor allem die Werte der Lebensqualit\u00e4t sowie der nachhaltigen Energieversorgung im Mittelpunkt. Diesen Normen folgend, wird auch der Begriff \u201e<a href=\"http:\/\/www.smartcitygraz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Smart City<\/a>\u201c als \u201eenergieeffiziente, ressourcenschonende und emissionsarme Stadt h\u00f6chster Lebensqualit\u00e4t\u201c definiert. Digitalisierung oder eine postdigitale Verhandlung des Umgangs mit Datenfeldern steht nicht im Mittelpunkt. In der offiziellen <a href=\"https:\/\/www.graz.at\/cms\/beitrag\/10195399\/8119940\/Smart_City_Graz.html\">Agenda<\/a> wird eine entsprechende Transformation bis zum Jahr 2050 beworben.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Hinzu treten digitale Serviceleistungen des E-Government \u2013 also Beh\u00f6rdeng\u00e4nge mit Computer von zu Hause aus \u2013, die jedoch nicht mit Graz als \u201e<a href=\"https:\/\/www.digitalestadt.graz.at\/\">Smart City<\/a>\u201c identifiziert sind. Utopien nachhaltiger Energieversorgung, Versprechen \u201eh\u00f6chster Lebensqualit\u00e4t\u201c und E-Government \u2013 das sind administrative Planspiele. Aber was ist mit gelebter Demokratie und realer B\u00fcrgerbeteiligung?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; module_class=&#8221;raum5 read-more&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;f0363faf-ba98-4eb9-947a-eb96b5e37552&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Infobox 4: Beispiel: Paris undWien&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Beispiel: Paris und Wien<\/h2>\n<h3>Die 15-Minuten-St\u00e4dte<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Ein anderes aktuelles Konzept wird als \u201e15-Minuten-Stadt\u201c bezeichnet. Anstatt umfassende Mobilit\u00e4t in einer ganzen Metropole zu etablieren, sollen die Bewegungsradien ihrer Bewohner*innen konstruktiv verk\u00fcrzt werden. Was nicht in 15 Minuten zu Fu\u00df oder per Rad erreicht werden kann, das brauche ich auch nicht f\u00fcr meinen Alltag \u2013 so das Motto. Einkaufen, Schule, Arbeit \u2013 all das soll in der Nachbarschaft direkt verf\u00fcgbar sein. <\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Paris gilt als eine Vorreiterin bei der Umgestaltung ihrer Altstadt nach diesem Konzept. Aber auch die Seestadt Aspern in Wien ist von dieser Idee inspiriert. Automobilit\u00e4t und Umweltbelastungen sollen auf diese Weise ebenso reduziert werden wie zeitintensive Verkehrsstaus. In Zeiten der Corona-Pandemie und des Homeoffice \u00fcben aktuell viele von uns bereits f\u00fcr diesen Lebensstil. Eine Folge f\u00fcr das Konzept der Stadt ist, dass ihre Grenzen zum Umland mehr als vorher verschwimmen. Sie wird zu einer Wabenstruktur ungez\u00e4hlter 15-Minuten-Segmente, die auf dem Konzept einer postdigitalen Stadt fu\u00dfend ein Netzwerk um den ganzen Globus bilden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8221;1_3,2_3&#8243; module_class=&#8221;raum5 read-more&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;f0363faf-ba98-4eb9-947a-eb96b5e37552&#8243;][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Infobox 5: Beispiel: Barcelona&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<h2>Beispiel: Barcelona<\/p>\n<h2>\n<h3>Smart City 3.0<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Als einer der popul\u00e4rsten urbanen R\u00e4ume gilt Barcelona. In ihr verbindet sich eine gotische Altstadt mit diversen neueren Architekturepochen bis hin zu einer \u201eSmart City 3.0\u201c. Sie bildet also ein historisch gewachsenes Gegenmodell zur saudi-arabischen Neom City. Unter Smart City 1.0 wird dabei ein Top-down-Ansatz verstanden. <\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;]<\/p>\n<p>Stadtentwicklung erfolgt also auf kommunaler Ebene und wird politisch entschieden. Bottom-up erfolgt hingegen Urbanisierung, die direkt von den B\u00fcrger*innen ausgeht. Hierf\u00fcr hat sich, in Anlehnung an die Z\u00e4hlweisen von Industrie 1.0 bis 4.0, der Begriff \u201eSmart City 2.0\u201c etabliert. Barcelona erscheint nun als ein Kompromiss aus beiden Ans\u00e4tzen. Sowohl politische Entscheidungen \u201evon oben\u201c als auch intensive B\u00fcrgerbeteiligungen \u201evon unten\u201c verbinden sich zu einem popul\u00e4ren Modell des Smart Urbanism.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_video src=&#8221;https:\/\/youtu.be\/yoA-UJdJlOY&#8221; _builder_version=&#8221;4.9.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][\/et_pb_video][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"[et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;804e101c-d2b3-4796-9cb8-55dc1a682d02&#8243;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Header_St\u00e4dte entwerfen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;] St\u00e4dte entwerfen [\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8221;Frage_St\u00e4dte entwerfen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;] Wie stellst du dir das Graz deiner Zukunft vor? [\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;] St\u00e4dte verdichten nicht nur Menschen, sondern auch deren Hoffnungen und \u00c4ngste. So erscheint das Stadtleben als Synonym f\u00fcr Wohlstand, Abenteuer und erf\u00fcllte Tr\u00e4ume;&#8230; <a class=\"view-article\" href=\"https:\/\/www.grazmuseum.at\/datenfeld\/festivalausstellung\/staedte-entwerfen\/\">View Article<\/a>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-datenfeld-subpage-dark.php","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-28","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>St\u00e4dte entwerfen - Datenfeld Festival | GrazMuseum<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.grazmuseum.at\/datenfeld\/festivalausstellung\/staedte-entwerfen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"St\u00e4dte entwerfen - Datenfeld Festival | GrazMuseum\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"[et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;804e101c-d2b3-4796-9cb8-55dc1a682d02&#8243;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Header_St\u00e4dte entwerfen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;] St\u00e4dte entwerfen [\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8221;Frage_St\u00e4dte entwerfen&#8221; _builder_version=&#8221;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221;] Wie stellst du dir das Graz deiner Zukunft vor? 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