360Graz für Erwachsene

Die prämierte Dauerausstellung „360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt“ reicht von 1128, der erstmaligen Erwähnung von Graz, bis 2003, als Graz Kulturhauptstadt Europas war. Sie ist eine der wenigen historischen Dauerausstellungen in Österreich, die Zeitgeschichte bis ins 21. Jahrhundert thematisieren.

In fünf Epochenräumen begegnen die Besucher/-innen vielgestaltigen historischen Zeugnissen und Schlüsselereignissen der Grazer Stadtgeschichte. Über die Epochen hinweg lassen sich die Schwerpunktthemen „Projekt Stadt“, „Stadtbilder“, „Vielfalt“ und „Geschlechterrollen“ verfolgen. Die vielstimmig erzählten Geschichten bilden einen Gang von der Erlangung der städtischen Autonomie und der Residenzstadt über die Kriegsnot bis hin zum wirtschaftlichen und kulturpolitischen Aufschwung der Nachkriegsjahrzehnte.

Finden Sie sich als Zeitzeugin oder Zeitzeuge in der Ausstellung wieder und entdecken Sie Ihre persönliche Graz-Geschichte.

Sonderausstellungen für Erwachsene

Neben den Dauerausstellungen “360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt” und “Schloßberg-Utopien” bietet das GrazMuseum eine Vielzahl an wechselnden Ausstellungen zu den Themen Geschichte, Kultur und Stadt an. Jeden Sonntag findet um 15 Uhr eine Führung in einer der Dauerausstellungen oder Sonderausstellungen statt. Darüber steht im Rahmen des “Langen Mittwochs” (von 10 bis 20 Uhr geöffnet) ein vielschichtiges Programm mit Spezialführungen, Vorträgen, Buchpräsentationen oder Workshops auf dem Programm.

Alle Informationen zum Programm des GrazMuseums gibt es HIER

Brücken Bäder Boulevards. Erinnerungen an das alte Graz

Die Bilder, Fotografien, Pläne und Dokumente in der Ausstellung des GrazMuseums zeigen vordergründig gebaute Zwecke: Brücken, Bäder, Boulevards. Sie thematisieren damit aber auch den gesellschaftlichen Sinn der Stadt. Diese Ausstellung handelt von Urbanität als einer spezifischen Lebensform und versucht zu zeigen, wie sehr die Stadtgestalt Voraussetzung für das Gelingen von „echtem Stadtgefühl“ ist. Brücken Bäder Boulevards erinnert damit an die urbanen Qualitäten des alten Graz, an jene Zeit, als Schönheit des städtischen Raums noch ein klar formuliertes Planungsziel war.

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ŠTAJER-MARK. Postkarten der historischen Untersteiermark / Razglednice zgodovinske Spodnje Štajerske 1890–1920

Kennen Sie die Steiermark? Wussten Sie, dass es heute zwei davon gibt, eine in Slowenien, eine in Österreich? Und dass diese beiden getrennten „Steiermarken“ einmal eine gemeinsame Region waren? Die Ausstellung nähert sich der gemeinsamen Geschichte vorsichtig, über ein weit verbreitetes Medium dieser Zeit: die Postkarte. Sie fragt nach dem Miteinander, Nebeneinander, manchmal auch Gegeneinander der deutsch- und slowenischsprachigen Bevölkerung in der
Untersteiermark – und in ihrer Hauptstadt Graz.

Poznate Štajersko? Ste vedeli, da danes obstajata dve Štajerski, ena v Sloveniji in ena v Avstriji? In da sta bili ti dve loceni Štajerski nekoc združeni v eno samo regijo? Tej dvojezicni pokrajini se skušamo približati z veliko obcutljivostjo in preko zelo razširjenega medija tistega casa – razglednice. Razstava si zastavlja vprašanja o sobivanju, sožitju ter nasprotjih nemško in slovensko govorecih prebivalcev Spodnje Štajerske in njihovega glavnega mesta Gradca.

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Schloßberg-Utopien

Die Ausstellung präsentiert ein Herzstück der Sammlung des GrazMuseums: das große Schloßbergmodell von Anton Sigl, gefertigt von 1805 bis 1820. Es zeigt den Zustand der Befestigung vor ihrer Zerstörung und kann daher als rückwärtsgewandte Utopie gelesen werden. In der Ausstellung wird Sigls Modell mit utopischen Projekten konfrontiert, die seit dem frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zur Umgestaltung des ehemaligen Festungsbergs erdacht wurden.

Die Ausstellung im Erdgeschoss des GrazMuseums kann bei freiem Eintritt besucht werden.

Apothekenmuseum für Erwachsene

Im Innenhof des Palais Khuenburg hat das GrazMuseum eine Besonderheit zu bieten – die außergewöhnliche Schausammlung des Apothekenmuseums. Eröffnet wurde das Apothekenmuseum 1977, nachdem der damalige Inhaber der Hirschen-Apotheke, Mag.pharm. Manfred Lang, seine private pharmaziehistorische Sammlung der Stadt Graz schenkte. Diese Sammlung wurde durch weitere Schenkungen durch Apotheker/-innen aus Graz und der Steiermark erweitert.
Historisches Mobiliar, originale Arbeitsgeräte und Ausstattungsgegenstände, die vom 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet wurden, geben heute einen faszinierenden Einblick in die Arbeitswelt von Apotheker/-innen in der Vergangenheit.

Die drei Räume sind als Offizin (Verkaufsraum), Labor und Kräuterkammer eingerichtet. Die pharmaziehistorische Schausammlung zeigt unter anderem einen Biedermeier-Offizin, ein Verkaufspult mit Waage und Medizinalgewichte sowie historische Verpackungen, Arzneibücher, Reiseapotheken. Darüber hinaus gibt es Standgefäße für tierische, pflanzliche und mineralische Drogen, homöopathische Arzneimittel, Laborgeräte, eine Pillenmaschine und Geräte zur Herstellung von Styli, Gelatinkapseln, Pulverbriefchen, Globuli, Zäpfen, Salben und Pasten etc.,
In der Kräuterkammer sind Mörser, ein Infundierofen mit Trockenschrank, eine Spindelpresse, eine Kräuterlehrsammlung und vieles mehr ausgestellt.

Das Apothekenmuseum ist auf Anfrage zugänglich. Führungen können gerne individuell vereinbart werden.

Kosten:
Führung: 2 €
Der Eintritt für das Apothekenmuseum ist im regulären Museumseintritt inkludiert.

Ausstellungen leicht erklärt

Für Menschen ohne großes Vorwissen und Deutschlernende bietet das GrazMuseum spezielle Führungen an. Zudem gibt es die Möglichkeit, gedolmetschte Führungen zu buchen.

Kontakt

Mag.a Annette Rainer
Leiterin Publikumsservice und Kulturvermittlung
+43 316 872-7600
grazmuseum@stadt.graz.at