Ein Ausstellungsprojekt von Oliver Ressler

Die mit der Finanz- und Wirtschaftskrise verstärkt einhergehende Umverteilung von unten nach oben brachte 2011 neue Protestbewegungen hervor: den „Arabischen Frühling“, die Platzbesetzungsbewegungen in Spanien und Griechenland, und die von den USA ausgehende Occupy-Bewegung. Obwohl diese Bewegungen nicht direkt miteinander in Verbindung stehen, haben sie doch einiges gemeinsam: Es sind regional agierende, nicht-hierarchische Bewegungen, die Repräsentation ablehnen und Entscheidungen auf direkt-demokratische Weise fällen. Der Besetzung von zentralen öffentlichen Plätzen kommt die Rolle eines Katalysators für die Formulierung und Herausbildung politischer Projekte und Arbeitsgruppen durch die Beteiligten zu. Erfolgreiche Platzbesetzungen an einem Ort inspirieren dabei oftmals zu Besetzungen in anderen Städten.

Die Platzbesetzungsbewegungen richten sich in der Regel nicht gegen einzelne Missstände, sondern gegen das Gesamte; die Art und Weise, wie Gesellschaft und Ökonomie entgegen den Vorstellungen und Wünschen der 99 Prozent geregelt werden.

Die Ausstellung „Occupy Everything“ versammelt Projekte, die direkt aus den Platzbesetzungsbewegungen kommen oder sich mit diesen auseinandersetzen.

Die Ausstellung „Occupy Everything“ wurde von der REGIONALE12 (künstlerische Leitung: Maren Richter) produziert und vom 23.06.– 22.07.2012 in St. Lambrecht gezeigt.

 

Ausstellungsdauer: 9. November 2012 bis 4. März 2013